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Samstag, 12. Dezember 2015

Debakel in Berlin - SPD-Bundesparteitag 2015

Es war sicher abzusehen, dass es nicht nur Zustimmung für die aktuelle Arbeitsweise von Parteichef Sigmar Gabriel gibt, dass es aber in solche einem Debakel für  ihn endet, hätten dann aber doch nur die Wenigsten gedacht.

Mit dem zweitschlechtesten Ergebnis aller Zeiten, wurde Gabriel am Freitag erneut zum Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Gerade einmal 3/4 aller Deligierten, gaben Gabriel ihre Stimme. Was als Ermahnung gedacht wahr, endete in einer schallenden Ohrfeige für den Vizekanzler. TTIP, die Wirtschaftspolitik und nicht zuletzt die Zustimmung zum Syrien-Einsatz der Bundeswehr, ließen vor allem viele der JuSo's an der Politik Gabriels zweifeln. Sie wollten ein Zeichen setzen.

Gabriel wollte jedoch auf diesem Parteitag den Grundstein für seine Kanzlerkandidatur setzen, welche jedoch jetzt wieder fraglich erscheint. Viele halten ohnehin Hannelore Kraft oder Frank-Walther Steinmeier für die aussichtsreicheren Kandidaten um die Bundeskanzlerin herauszufordern.

Lediglich zwei Möglichkeiten gibt es jetzt für Gabriel. Entweder er setzt seinen Kurs unbeirrt fort und riskiert damit noch mehr in Ungunst seiner Genossen zu verfallen oder er vollzieht eine Kehrtwende, welche ihm allerdings den Vorwurf der Wankelmütigkeit einbringen könnte. Eines steht jedoch fest, die SPD ist zerstritten wie schon lange nicht mehr und sollte sich die verbleibende Zeit als "Besinnungsphase" einplanen. Ansonsten ist ein Scheitern bei der Bundestagswahl bereits vorprogrammiert und die nächste, qualvolle GroKo erwartet uns!

Donnerstag, 12. November 2015

Warum sich so viele Flüchtlinge beklagen?

Zu wenig Platz, zu wenig Geld, schlechte Versorgung, keine Akzeptanz in der Gesellschaft! Viele Deutsche sind irritiert an Hand solcher Beschwerden der Flüchtlinge. Viele halten dies für undankbar oder sogar für unverschämt! Reicht es denn nicht, dass den Leuten hier Schutz geboten wird? Aber sind die Flüchtlinge wirklich undankbar?

Woran liegt es, dass diese zum Teil wirklich unverständlichen Forderungen gestellt werden. Man sollte ja eigentlich meinen, dass Menschen die vor Krieg und Gewalt fliehen, auch mit wenig zufrieden sein sollten. Die Hintergründe sind hierbei sehr entscheidend und lassen einen verstehen, weshalb diese großen Erwartungen an Deutschland überhaupt entstehen!

Den meisten Flüchtlingen aus Syrien & Co. wird durch regionale Medien und das Internet suggeriert, dass Deutschland nicht nur bereit ist Flüchtlinge aufzunehmen sondern viel mehr sogar aktiv diese ins Land holen will! Meldungen wie "Merkel will in den nächsten Jahren 3 Millionen Menschen aufnehmen" machen dabei genauso die Runde wie "Jeder Asylsuchende bekommt sofort Arbeit und ein eigenes Haus bereitgestellt"! Ebenso wird versprochen, dass Familien 5.000 € und Alleinreisende 3.000 € bei Ankunft in Deutschland erhalten! Mit genau diesen Hoffnungen machen sich nun viele auf den Weg und müssen dann nur all zu schnell herausfinden, dass dem nicht so ist!

Wer aber streut diese Gerüchte? Wahrscheinlich kommen sie von den Schlepperbanden, welche natürlich ein hohes finanzielles Interesse daran haben, möglichst viele Menschen zu überhöhten Preisen nach Europa zu verbringen. Diesem Vorgehen muss unbedingt Einhalt geboten werden, ansonsten werden sich die Probleme verständlicherweise noch vermehren! Ich glaube, wir wären da auch relativ enttäuscht, wenn solche Versprechungen sich als unwahr entpuppen!

Aber das schlimmste daran ist noch, dass viele Menschen ein relativ sicheres Leben aufgeben, um dem vermeintlich größerem Glück nachzujagen, welches sich dann als Luftnummer entpuppt. Sie stehen dann noch schlechter da als zuvor und sind dann natürlich sehr unglücklich über die neuen Lebensumstände!

Mittwoch, 30. September 2015

Ist wirklich die Religion das Problem?

Viele hundertausend Menschen mit verschiedenen Religionen kommen in unser Land. Aber ist die Religion dabei wirklich so ausschlaggebend oder sehen wir das alle einfach nur falsch?

Natürlich gibt es große Unterschiede bei den Religionen, vorallem zwischen Christentum und Islam, schliesslich führen die Menschen ja seit anbeginn Kriege im Namen ihrer jeweiligen religiösen Führer. Doch liegen die aktuellen Probleme meiner Meinung nach nicht in der jeweiligen Religion sondern vielmehr an deren Relevanz für die jeweilige Gesellschaft.

Seien wir doch einmal ehrlich. Deutschland ist zwar geprägt vom Christentum, doch wer lebt schon noch nach diesen Grundsätzen? Eine geringe Minderheit in Deutschland beschreitet ihr Leben wirklich vollkommen nach biblischen Grundsätzen und diese Minderheit wird von der Mehrheit der Bevölkerung auch noch belächelt.  Nur ist dies bei vielen Muslimen eben nicht so. Vielen leben ihre Religion aktiv aus und sehen die Schriften des Koran als Ratgeber in allen Lebenslagen und genau da sehe ich auch das Problem.

Den meisten Deutschen ist dieser Gedanke einfach zu fern. Sie können nicht begreifen, wie man sein Leben nach Grundsätzen aufstellen kann, die irgendjemand einmal irgendwann und irgendwo aufgeschrieben hat. Jeden Tag mehrfach beten, Fasten im Ramadan und viele weitere ganz typische muslimische Lebensgewohnheiten, erscheinen uns einfach fremd. Hierzulande kann man schon froh sein, wenn ein Christ ein bis zweimal im Jahr, zu Weihnachten und Ostern in die Kirche geht und Fasten? Vielleicht aus gesundheitlichn Gründen, aber wohl kaum, weil es in der Bibel steht.

Wir können also nicht verstehen, wie man sein Leben der Religion unterordnen kann und die, welche dies tun, können nicht verstehen wie man sein Leben einfach so, quasi vor sich hin leben kann, ohne eine spirituelle Führung oder ähnliches! Es sind diese kulturellen Unterschiede, welche die Grundlage für Konflikte bilden. Offenheit auf BEIDEN Seiten, kann hierbei ein guter Ratgeber sein.

Natürlich muss man sagen dürfen, dass wenn jemand nach Deutschland kommen möchte, er vielleicht die Wichtigkeit seiner Religion ablegen sollte und mehr dem Grundsatz folgt, dass Religion das Leben bereichern und nicht bestimmen soll, aber erzwingen kann man dies nicht! Niemand soll auf seinen Glauben verzichten müssen aber jeder muss akzeptieren, dass Glauben sich bei uns nicht in der Anzahl der Kirchenbesuche oder der Häufigkeit und Art der Mahlzeiten definiert, genauso wie wir auch das Gegenteil akzeptieren und vorallem tolerieren müssen, um auf Dauer friedlich koexistieren zu können!

Donnerstag, 24. September 2015

Anpassung, Integration, Assimilation? Ein verfrühtes Problem!

Viel wird in den letzten Tagen von der Anpassung, der Integration oder gar der Assimilation von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft gesprochen. Doch diese Fragen scheinen ein wenig vefrüht.

Natürlich muss man sich darüber unterhalten, wie die Masse an Flüchtlingen in unsere Gesellschaft integriert werden kann, doch muss als allererstes einmal die Finanzierung der Kommunen sowie die Verteilung, innerhalb der EU als auch innerhalb Deutschlands, geklärt werden.

Solange es immernoch Länder in Europa gibt, die sich kategorisch weigern Flüchtlingen ein neues Zuhause zu geben, muss man sich keine großen Gedanken um deren Integration machen. Was bringt es einem Flüchtling, der gerade in Deutschland angekommen ist und bei dem die neue "Integrationsmaschinerie" angelaufen ist, wenn er in zwei Monaten in ein anderes Land gebracht bzw. abgeschoben wird. So lange diese Fragen nicht abschliessend geklärt sind, lohnt es nicht sich darüber Gedanken zu machen.

Sicherlich ist aber wichtig, sich für die Zukunft Gedanken über einen Einstieg in das deutsche Bildungssystem sowie den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu machen. Dabei hilft es sicherlich, dass die Verantwortung dieser Frage jetzt in einer Hand, beim Chef der Bundesagentur für Arbeit liegt. Dies hilft sicherlich dabei, Bürokratie abzubauen sowie einzelne Vorgänge zu beschleunigen. Nur das liegt alles in einer noch weit entfernten Zukunft!

Den Menschen muss zuallererst Sicherheit gegeben werden, damit auch sie für sich und ihre Familien planen können. Man kann nicht alles über den Kopf der Menschen hinweg entscheiden, sondern muss auch auf deren spezielle Bedürfnisse eingehen!