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Freitag, 13. November 2015

Die "Lawine" rollt weiter - ohne Obergrenze

Viel Kritik musste sich Wolfgang Schäuble mit seinem Vergleich der Flüchtlinge und einer Lawine gefallen lassen. Allerdings helfen uns in dieser Situation keine Streitereien über einzelne Äußerungen sondern vielmehr brauchen wir einen Masterplan zur Bewältigung dieser schwierigen Situation.

An genau solch einem versuchen jetzt die Spitzen der Koalition, im 2-wöchigen Rhythmus, zu feilen und zu erarbeiten. Der Streit entfacht am meisten immer wieder darüber, dass die Bundeskanzlerin keine Diskussion über eine Obergrenze zulässt, welche eine Begrenzung der Aufnahmefähigkeit Deutschlands regeln würde. Hauptsächlich aus Bayern wird diese Forderung immer wieder ins Spiel gebracht. Würde eine solche Obergrenze aber überhaupt helfen oder wäre es nur eine variable Größe, welche je nach Gusto der jeweiligen Regierungen nach oben oder nach unten verschoben werden würde?

Meiner Meinung nach brauchen wir keine neuen Regelungen in Deutschland sondern vielmehr müssen die Regeln, welche bereits auf europäischer Ebene existieren, besser umgesetzt werden. Genauso wie es den Königsteiner Schlüssel für Deutschland gibt, welcher die Verteilung der Flüchtlinge in die einzelnen Bundesländer regelt, gibt es auch das Dublin-Verfahren, welches genau das gleiche auf europäischer Basis regeln sollte. Nur leider werden diese Regelungen nicht angewandt. 

Wir brauchen in den zentralen Anlaufstellen für Flüchtlinge in Europa Aufnahmezentren, welche sofort erfassen woher ein Flüchtling kommt und in welches EU-Land er zugewiesen wird. Eine freie Entscheidung über eine Weiterreise ins Wunschland kann bis auf weiteres nicht mehr durchgeführt werden. Es ist absurd, dass Länder wie Frankreich gerade einmal 100.000 Flüchtlinge (ein Zehntel Deutschlands!) aufnehmen sollen und bereits damit heillos überfordert sind. Länder die sich völlig einer Aufnahme verweigern, wie Polen, Tschechien oder Ungarn, muss klar mit der Konsequenz eines Austrittes aus der Europäischen Union gedroht werden.

Europa muss in dieser schweren Stunde zusammenhalten und darf sich nicht Gegenseitig vorwerfen, Schuld an der Krise zu sein, wie es zur Zeit leider des öfteren zu hören ist. Diese Krise wird maßgeblich über eine erfolgreiche Weiterführung der EU entscheiden. Hoffentlich ist das allen Beteiligten auch klar!

Donnerstag, 12. November 2015

Warum sich so viele Flüchtlinge beklagen?

Zu wenig Platz, zu wenig Geld, schlechte Versorgung, keine Akzeptanz in der Gesellschaft! Viele Deutsche sind irritiert an Hand solcher Beschwerden der Flüchtlinge. Viele halten dies für undankbar oder sogar für unverschämt! Reicht es denn nicht, dass den Leuten hier Schutz geboten wird? Aber sind die Flüchtlinge wirklich undankbar?

Woran liegt es, dass diese zum Teil wirklich unverständlichen Forderungen gestellt werden. Man sollte ja eigentlich meinen, dass Menschen die vor Krieg und Gewalt fliehen, auch mit wenig zufrieden sein sollten. Die Hintergründe sind hierbei sehr entscheidend und lassen einen verstehen, weshalb diese großen Erwartungen an Deutschland überhaupt entstehen!

Den meisten Flüchtlingen aus Syrien & Co. wird durch regionale Medien und das Internet suggeriert, dass Deutschland nicht nur bereit ist Flüchtlinge aufzunehmen sondern viel mehr sogar aktiv diese ins Land holen will! Meldungen wie "Merkel will in den nächsten Jahren 3 Millionen Menschen aufnehmen" machen dabei genauso die Runde wie "Jeder Asylsuchende bekommt sofort Arbeit und ein eigenes Haus bereitgestellt"! Ebenso wird versprochen, dass Familien 5.000 € und Alleinreisende 3.000 € bei Ankunft in Deutschland erhalten! Mit genau diesen Hoffnungen machen sich nun viele auf den Weg und müssen dann nur all zu schnell herausfinden, dass dem nicht so ist!

Wer aber streut diese Gerüchte? Wahrscheinlich kommen sie von den Schlepperbanden, welche natürlich ein hohes finanzielles Interesse daran haben, möglichst viele Menschen zu überhöhten Preisen nach Europa zu verbringen. Diesem Vorgehen muss unbedingt Einhalt geboten werden, ansonsten werden sich die Probleme verständlicherweise noch vermehren! Ich glaube, wir wären da auch relativ enttäuscht, wenn solche Versprechungen sich als unwahr entpuppen!

Aber das schlimmste daran ist noch, dass viele Menschen ein relativ sicheres Leben aufgeben, um dem vermeintlich größerem Glück nachzujagen, welches sich dann als Luftnummer entpuppt. Sie stehen dann noch schlechter da als zuvor und sind dann natürlich sehr unglücklich über die neuen Lebensumstände!

Montag, 14. September 2015

Das Oktoberfest als Integrationsmöglichkeit?

Sicherlich eine der schwierigsten Probleme der nächsten Jahre wird die Integration der, akutellen Schätzungen zu Folge, rd. 1 Mio. Neuankömmlingen in unsere Gesellschaft werden. Dies wird eine Herausforderung, die uns noch vieles abverlangen wird!

Auch wenn im Moment eine gewisse Euphorie zu herrschen scheint, muss man doch erhlicherweise sagen, dass diese Stimmung sich auch wieder legen wird. Denn wenn es nicht mehr "en vogue" ist, Spielsachen und Kleidung zu neu eingerichteten Sammelpunkten zu bringen, bleibt die Arbeit an den Kommunen hängen, die bereits jetzt völlig überfordert zu sein scheinen.

Vielleicht kann es helfen, den Flüchtlingen zu besonderen gesellschaftlichen Ereignissen in unserem Land, Möglichkeiten zu schaffen, daran teilnehmen zu können. Dies ist vor allem durch die Finanzlage der meisten Flüchtlinge, aber auch durch Hemmungen welche sich früher oder später immer offenbaren, oftmals schwierig. Dahingehend sollten wir Möglichkeiten in Betracht ziehen, den Leuten unser Land unsere Lebensweisen näher zu bringen, damit sie sich schnellstmöglich als Teil unserer Gesellschaft sehen und dadurch auch ihren Beitrag dazu leisten wollen. Denn dies hilft uns ja schließlich allen!

Wie wäre es denn z. B., wenn die Wirte des Oktoberfestes in diesem Jahr, an alle Erwachsenen Asylsuchenden einen Gutschein für eine Maß Bier und an alle Kinder einen Gutschein für eine Freifahrt in einem Karrussel spendieren würden. Solche Aktionen würden sicherlich helfen, Barrieren im Kopf, zwischen Flüchtlingen und Einheimischen, zu verringern, evtl. sogar ganz aufzulösen.

Natürlich kommen dann auch wieder die ganzen Neider auf den Plan ("mir schenkt ja auch keiner was", usw), doch haben diese Menschen sicherlich härteres durchgemacht, als die meisten Menschen die in Deutschland aufgewachsen sind, außerdem gibt es natürlich nie eine ideale Lösung um alle glücklich und zufrieden zu machen, deswegen muss man dies ja auch garnicht anstreben!