Montag, 14. September 2015

Das Oktoberfest als Integrationsmöglichkeit?

Sicherlich eine der schwierigsten Probleme der nächsten Jahre wird die Integration der, akutellen Schätzungen zu Folge, rd. 1 Mio. Neuankömmlingen in unsere Gesellschaft werden. Dies wird eine Herausforderung, die uns noch vieles abverlangen wird!

Auch wenn im Moment eine gewisse Euphorie zu herrschen scheint, muss man doch erhlicherweise sagen, dass diese Stimmung sich auch wieder legen wird. Denn wenn es nicht mehr "en vogue" ist, Spielsachen und Kleidung zu neu eingerichteten Sammelpunkten zu bringen, bleibt die Arbeit an den Kommunen hängen, die bereits jetzt völlig überfordert zu sein scheinen.

Vielleicht kann es helfen, den Flüchtlingen zu besonderen gesellschaftlichen Ereignissen in unserem Land, Möglichkeiten zu schaffen, daran teilnehmen zu können. Dies ist vor allem durch die Finanzlage der meisten Flüchtlinge, aber auch durch Hemmungen welche sich früher oder später immer offenbaren, oftmals schwierig. Dahingehend sollten wir Möglichkeiten in Betracht ziehen, den Leuten unser Land unsere Lebensweisen näher zu bringen, damit sie sich schnellstmöglich als Teil unserer Gesellschaft sehen und dadurch auch ihren Beitrag dazu leisten wollen. Denn dies hilft uns ja schließlich allen!

Wie wäre es denn z. B., wenn die Wirte des Oktoberfestes in diesem Jahr, an alle Erwachsenen Asylsuchenden einen Gutschein für eine Maß Bier und an alle Kinder einen Gutschein für eine Freifahrt in einem Karrussel spendieren würden. Solche Aktionen würden sicherlich helfen, Barrieren im Kopf, zwischen Flüchtlingen und Einheimischen, zu verringern, evtl. sogar ganz aufzulösen.

Natürlich kommen dann auch wieder die ganzen Neider auf den Plan ("mir schenkt ja auch keiner was", usw), doch haben diese Menschen sicherlich härteres durchgemacht, als die meisten Menschen die in Deutschland aufgewachsen sind, außerdem gibt es natürlich nie eine ideale Lösung um alle glücklich und zufrieden zu machen, deswegen muss man dies ja auch garnicht anstreben!

Sonntag, 13. September 2015

Wie lange hält die "Willkommenskultur"?

Momentan hat es den Anschein, dass das ganze Land hinter den Flüchtlingen steht. Zwar gibt es noch vereinzelt feige Brandanschläge und intolerante Hetzereien in den Social Media Plattformen, doch nimmt der Kreis der Befürworter fast täglich zu! Aber woran liegt das?

Sicherlich haben die Medien ihren Anteil daran, doch nur alles auf gelenkte Meinungssteuerung durch Massenmedien zu schieben, wäre etwas zu einfach. Natürlich haben diese Bilder eine ganz besondere Kraft, Bilder von kleinen Kinder die weinend und schreiend in Ungarn im Dreck toben oder in Deutschland mit Kuscheltieren empfangen werden, wer sich da keine Träne verdrückt, gehört schon eher zur kälteren Fraktion.

Ich bin der Meinung, dass die Menschen erkannt haben, dass diese Menschen wirklich "auf der Flucht" sind und nicht nur für ein paar Euro mehr ihre Heimat hinter sich lassen. Das mag jetzt einfach klingen, erkannt haben, doch dauert es manchmal bis sich gewisse Dinge in unser Bewusstsein eingehämmert haben und dies schein jetzt, bei einem großen Teil der Bevölkerung, der Fall zu sein.

Aber wird diese Stimmung anhalten? Da ist allen voran die Politik gefordert. Es braucht eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl, zum einen gegenüber den Neuankömmlingen aber hauptsächlich auch gegenüber der eigenen Bevölerung, nur habe ich da meine Zweifel, dass dieses vorhanden ist. Die Entscheidung die getreffen werden, müssen klug und psychologisch intelligent sein. Ängste müssen durch Fakten eliminiert und nicht durch neue Panikmache geschürt werden.

Dieser Appell richtet sich vor allem an die CSU, die ja gerne mit den Ängsten der Bevölkerung spielt. Aber auch die anderen Parteien und Landesregierung müssen versuchen, unpopuläre Entscheidungen etwas eleganter zu verpacken, als das in jüngerer Vergangenheit oft der Fall war. Wenn sich nämlich nicht in einem ausreichenden Maße auch um die eigene Bevölkerung gekümmert wird, kann sie die momentane "Willkommenskultur" auch ganz schnell wieder drehen.

Schulen müssen modernisiert und erhalten werden, soziale Einrichtungen dürfen nicht benachteiligt werden und mit am wichtigsten, es muss Offenheit über Entscheidungen herrschen. Man darf den Leuten nicht zwei Wochen vorher sagen, dass in ihrer Nachbarschaft ein Asylbewerberheim eröffnet wird sondern wesentlich früher, dann steigt auch die Akzeptanz und die Anwohner fühlen sich nicht von oben herad behandelt, sondern sie fühlen sich dadurch ernstgenommen.

Wir müssen den Menschen, welche Ängste oder Befürchtungen haben, zeigen, dass niemandem etwas weggenommen wird, dass niemand auf Grund der Flüchtlinge Angst um seinen Job zu haben braucht und das auch niemand einen Cent weniger an Transferleistungen erhält, als zuvor. Wenn das geschafft wird, dann ist es möglich diese Welle der Toleranz zu erhalten, ansonsten werden wir in Zukunft weniger schöne Bilder in den Nachrichten zu sehen bekommen.

Mittwoch, 9. September 2015

Was bringen uns die Gender-Studies?

Kaum ein Thema sorgt zur Zeit für mehr Zündstoff in der Social-Media-Welt, als des Thema der Gender Studies! Aber ist diese Aufregung gerechtfertigt? 

Das kommt natürlich, wie bei den meisten Sachen, auf die Sicht an. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Diskussion ist mit Sicherheit die sog. Gender-Pay-Gap, für alle die wie ich Anglizismen hassen, die Einkommenslücke zwischen Frau und Mann. So gut wie jeder findet es ungerecht, dass in manchen Bereichen Frauen weniger als Männer verdienen, aber ist dieser Unterschied wirklich so groß?

Laut dem statistischen Bundesamt beträgt der Gehatsunterschied immernoch 20%! Auf den ersten Blick ist diese Zahl natürlich erschreckend, doch wenn man die Berufswahl herausrechnet, liegt der Unterschied bei nur noch 7%! Was ich mit Berufswahl meine? Ganz einfach! Bei vielen Statistiken wird die These aufgestellt, dass viele Berufe, vor allem im Dienstleistungssektor, nur so schlecht bezahlt werden, da in ihnen überwiegend weibliche Kräfte arbeiten. Dies ist meiner Meinung nach fraglich, denn auch Männer, welche sich für diese Berufe, wie z. B. Krankenpfleger oder Erzieher, entscheiden, verdienen ebenso wenig wie ihre weiblichen Kollegen. Außerdem gibt es auch Berufe, wie z. B. im Steuerwesen, in welchem auch hauptsächlich Frauen arbeiten, die Gehälter aber auf einem sehr annehmbaren Niveau sind.

Man muss bei dieser Diskussion natürlich aufpassen, dass das Thema nicht ins Absurde rutscht, wie es leider nur all zu oft passiert. Ein grandioses Beispiel wie ich finde, ist die Debatte um die Ampelmännchen, welche vielerorts bereits durch weibliche Alternativen ersetzt werden. Der Objektive Beobachter fragt sich dabei, sicher nicht ganz ohne Grund, ob es im Moment, gerade auch im Hinblick auf die Flüchtlingsproblematik, nicht wichtigere Probleme zu lösen gibt, aber das liegt natürlich auch wie immer im Auge des Betrachters.

Viele Frauen, von denen ich auch ein paar kenne, finden die Diskussion ohnehin als zu übertrieben geführt, was darauf schließen lässt, dass viele Probleme durch eine sehr lautstarke Minderheit künstlich aufgebläht werden, um das Thema auch in die letzte Schicht der Gesellschaft zu tragen.

Wir sollten uns einfach darauf besinnen, dass die Vernunft immernoch überwiegen sollte. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der einem Sexismus vorgeworfen wird, nur weil einem Traditionen wichtig sind. Am Ende wäre es schon fatal, einer Frau die Tür aufzuhalten, da dies als versteckter Sexismus gewertet werden würde.

Das Dilemma der Frau Merkel

Unter den in Deutschland ankommenden Flüchtlingen wird unsere Bundeskanzlerin gefeiert wie ein Popstar, doch ob das Angela Merkel auch gefällt, muss starkt bezweifelt werden.

Die meisten Menschen würden sich sicher geehrt fühlen, wenn Menschen in einem anderen, weit entfernten Land, das eigene Bild hochhalten und den Namen laut skandieren würden, jedoch ist dies in der momentanen Situation für unsere Regierungschefin eine mehr als schwierige Angelegenheit!

Je beliebter Angela Merkel und natürlich auch Deutschland im Ausland werden, desto mehr Flüchtlinge werden wir aufnehmen müssen und die Gefahr, dass die Stimmung kippt wird immer höher. Vorallem innerhalb der Union, im speziellen naürlich bei der Schwesterpartei CSU, werden die Stimmen immer lauter, die Flüchtlingsströme zu begrenzen. Nicht nur Herr Schäuble sorgt sich um seine schwarze Null sondern auch viele sorgen sich um eine mögliche Wiederwahl der Kanzlerin bei der nächsten Bundestagswahl.

Solche Überlegungen sollten natürlich, angesichts der schwierigen weltpolitischen Lage im Moment, eigentlich keine Rolle spielen, jedoch sind sie sicher in den Köpfen verankert und erschweren große Entscheidungen, die im Moment sehr wichtig wären.

Die Aufgabe könnte kaum schwerer für sie sein. Sie muss nicht nur ihre eigene Partei bei Laune halten sondern vielmehr noch die Bevölkerung nicht gegen sich aufbringen. Man kann Frau Merkel nur viel Glück und ein gutes Händchen bei ihren Entscheidungen wünschen. Es darf nämlich nicht sein, dass die Hilfsbereitschaft gebremst wird, nur weil die Machtpolitik wieder Einzug in die Köpfe hält!

Sonntag, 6. September 2015

IFA 2015 - Viel Wind um wenig Neues

Was macht eine Messe eigentlich aus? Für Fachbesucher natürlich hauptsächlich die Möglichkeit, neue Kontakte, sowie neue Produkte für ihre Kunden zu suchen und den bestmöglichen Deal abzuschließen. Dafür ist die IFA nach wie vor einer der bestern Plätze. Doch für Privatbesucher?

Privatbesucher wollen vor allem eines! Neuigkeiten ausprobieren und sich Inspirationen für neue Anschaffungen suchen, was ja auch den Herstellern sehr zu Gute kommt. Doch was passiert, wenn es keine wirklichen Neuigkeiten mehr gibt? Dann wird die ganze Sache sehr, sehr schwierig!

Die Branche steckt in einem echten Dilemma. Es wurde in zu kurzer Zeit, zu viel neues entwickelt, sodass heutzutage zu wenig Neuigkeiten mehr auf den Markt kommen können. Was will man auch großartig Neues entwickeln? Einen noch flacheren Fernseher? Noch schärfere Bilder? Noch realitätsnaheres 3-D? Alles nicht wirklich bahnbrechend, zumal heutzutage fast jeder in seinem Wohnzimmer einen Full-HD, DVB-T/S/C fähigen, DLNA kompatiblen, und weiß der Fuchs was sonst noch möglichen Smart-TV in seinem Wohnzimmer stehen hat.

Und sind wir mal ganz ehrlich, wer benötigt schon ernsthaft eine App, die einem sagt, wann die Waschmaschine fertig ist oder eine Kamera, mit der man sieht, was sich alles in seinem Kühlschrank befindet. Am Ende gibt es noch eine App für die Toilette, die einen ans Spülen erinnert und per WLAN die Klobürste bedienen lässt.

Aber ein Gutes hat die ganze Technik Flaute! Zum einen, werden die ganzen Top-Geräte immer billiger, da die Nachfrage sinkt und die Lager der Hersteller knallvoll mit Top-Ware sind und zum anderen, geben sich die Hersteller immer mehr Mühe, williges Publikum an ihre Stände zu locken und sie für ihre Produkte zu beigeistern. Immer mehr Kochshows, Give-Away´s und Gewinnspiele, mit wirklich guten Preisen, locken die Leute zu den hübschen Damen in knappen Outfits.

Bleibt als Fazit: Für alle, die einfach gerne einen schönen Tag verbringen möchten, ein Paar Promis sehen und leckere Proben verspeisen wollen, ist und bleibt die IFA ein guter Anlaufpunkt. Aber für alle, die sich wirkliche Neuheiten erwarten, wird die IFA wohl, auch noch für die nächsten Jahre, eine Enttäuschung sein und bleiben. 

Samstag, 5. September 2015

Mehr Toleranz als Gedacht - Eine Umfrage

Zuerst möchte ich mich herzlichst bei allen bedanken, die sich an meiner Umfrage beteiligt haben. Die Fragestellung war recht einfach! Sollte Deutschland nur Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufnehmen oder auch den sogenannten Armuts- oder Wirtschaftsflüchtlingen eine Chance geben? Das Ergebnis war aus meiner Sicht heraus, eher überraschend!

Innerhalb von zwei Tagen haben sich 214 Menschen an der Umfrage bei Google+ beteiligt, welche wie folgt abgestimmt haben:

Ja, gebt allen Flüchtlingen eine Chance! > 51% (109 Stimmen)
Nein, nur Krieg ist wirklich Not! > 49% (105 Stimmen)

Angesichts des aktuellen Eindrucks der in den Medien entstanden ist, war das Ergebnis wirklich mehr als erstaunlich und gibt ein wenig Hoffnung in der aktuellen Debatte. Natürlich ist die Umfrage nicht representativ, aber zeigt sie doch, wie ein kleiner Querschnitt in der Bevölkerung denkt.

Ebenso die Beteiligung durch Kommentare der Nutzer war sehr informativ. Weit über 70 Kommentare, die wenigsten davon hetzerisch oder polemisch, zeichneten ein durchaus weites Bild, welches mit sehr sinnvollen und intelligenten Meinungen geprägt wurde.

Natürlich ist es nicht möglich, alle Flüchtlingen, egal aus welchen Grund sie nach Deutschland kommen bei uns willkommen zu heißen, jedoch ist die Bereitschaft dafür überraschend hoch. So sollte es doch ein leichtes sein, mit der momentanen Situation fertig zu werden!

Link zur Umfrage bei Google+ >>>

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Dienstag, 1. September 2015

Eine Chance für Deutschland

Viele sehen in der aktuellen Flüchtlingssituation eine Gefahr für Deutschland! Sie haben Angst, dass Deutschland seine Identität verliert und nicht mehr das Land ist, in dem sie leben wollen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall, es ist eine einmalige Chance für unser aller Land!

Wir müssen aufhören, in allem was von außen kommt, eine Bedrohung unserer Werte zu sehen. Dabei müssen wir uns erst einmal überlegen, was sind denn überhaupt unsere Werte? Etwa so ein Blödsinn wie Pünktlichkeit, Genauigkeit und bürokratische Akkuranz? Ich hoffe nicht, denn das wäre wirklich traurig! Vielmehr sehe ich die Werte der deutschen Bevölkerung darin, dass sie niemals aufgibt, wenn es einmal schwierig wird. Wir werden in der Welt dafür bewundert, was wir nach dem zweiten Weltkrieg und nach der Wiedervereinigung alles erreicht haben.

Wir sollten uns einmal überlegen, wieso eigentlich so viele Menschen unbedingt nach Deutschland kommen wollen? Etwa wegen dem vielen Geld was sie hier bekommen? Sicher nicht! Ein Flüchtling in Deutschland bekommt nicht einmal Leistungen auf Hartz IV Niveau. Jetzt werden viele sagen, "aber für diese Leute ist das eine Menge Geld!". Das ist sicher richtig, aber muss dabei auch beachtet werden, dass sie für dieses viele Geld ja auch in Deutschland einkaufen, waschen, wohnen und leben müssen und das fällt ja schon vielen auf Hartz IV Niveau schwer!

Die Menschen kommen vor allem zu uns, weil sie unsere Lebensweise bewundern! Sie bewundern, dass man hier frei leben kann, frei seine Meinung äußern kann ohne Angst haben zu müssen verfolgt und verhaftet zu werden, frei seiner Religion nachzugehen, egal welche das auch ist. Einfach frei zu sein! Geld spielt dabei nur eine sehr untergeordnete Rolle und wenn doch, wollen sich die meisten dieses Geld auch durch ehrliche Arbeit verdienen, eine Ausbildung machen, studieren usw. 

Gerade bei dem zur Zeit herrschenden Fachkräftemangel bei uns, sollten wir uns freuen, und es als Chance sehen, dass es Menschen gibt, die wichtige Jobs besetzen können und damit auch wieder durch ihre Steuern und Sozialabgaben zu unser aller Leben einen wichtigen Beitrag leisten. Das klingt vielleicht alles sehr abgedroschen und sicher gibt es auch schwarze Schafe, die wirklich nur wegen des Geldes kommen und eine Karriere als ALG II Empfänger anstreben, doch von denen gibt es auch genug bei uns! 

Haltet eure Augen und vor allem, euer Herz offen. Dann werdet ihr feststellen, dass jeder Mensch einen Beitrag zu unserer Kultur und unserer Gesellschaft leisten kann.