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Freitag, 2. Oktober 2015

25 Jahre deutsche Einheit - Eine Bestandsaufnahme

Dieser Samstag steht im Zeichen eines ganz besonderen Jubiläums für unser Land. Seit 25 Jahren leben wir jetzt gemeinsam in einem Land. Neben einer großen Feier, welche wie jedes Jahr in Berlin stattfindet, ist in diesem Jahr Frankfurt am Main die Stadt in welcher die zentrale Gedenkfeier in der historischen Paulskirche stattfinden wird.

Copyright by Florian Mörtl
Paulskirche in Frankfurt a. Main

Aber nicht nur zum Feiern bietet dieser Tag eine gute Gelegenheit, sonder auch zum Nachdenken darüber, wie weit die Einheit wirklich schon fortgeschritten ist. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation, offenbaren sich doch zum Teil enorme Unterschiede zwischen den "alten" und den "neuen" Bundesländern. Ob Pegida, AfD oder NPD, all diese Phänomene sind im "Osten" am ausgeprägtesten.

Woran das liegt? Hauptsächlich an der größeren Unzufriedenheit in den neuen Bundesländern. Denn auch wenn die Politik uns etwas anderes weiß zu machen versucht, ist eine wirkliche "Einheit" noch weit entfernt! Löhne - immernoch weit niederiger, Arbeitsmarkt - wesentlich schlechter, Renten - niedriger, Quote an Hartz IV Empfänger - deutlich höher! Nur ein paar Merkmale welche zeigen, dass es noch viel zu tun gibt in den nächsten 25 Jahren.

Allerdings sollte man an solch einem Tag, auch die positiven Aspekte berücksichtigen welche es ohne Zweifel ja auch gibt! Städte wie Dresden, Leipzig oder auch Berlin, erstrahlen in einem neuen Glanz, welcher vor 25 Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre.

Lasst uns also diesen Tag feiern, die Probleme sind dann Morgen auch noch da, um sie dann endlich zu lösen!

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland!

Das ist mal eine Meldung, welche uns wirklich zum Nachdenken anregen sollte! Noch 2006 wurden wir in der ganzen Welt für unsere Gastfreundschaft bewundert und gelobt, die Folge war ein regelrechter Deutschland-Boom, fast alle liebten unser Land und wollten, zumindest zum Urlaub machen, zu uns kommen. Erstaunlich wie schnell sich in Bild in der Welt ändern kann.

Kanada warnt in seiner neuesten Reisewarnung vor dem Aufenthalt in kleineren Dörfern in Ostdeutschland, auf Grund der anhaltenden schlechten und feindseligen Stimmung gegenüber Flüchtlingen. Ist es wirklich das, was Pegida und Co. erreichen wollen? Vielleicht sollten sie ihre Parolen schnellstens einmal überdenken, bevor ein paar Tausend den Ruf eines ganzen Landes in den Dreck ziehen!

Pünktlich zum 25. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung, zeigen sich die noch zum Teil erheblichen Unterschiede zwischen den beiden, zusammengeschweisten Ländern. Erstaunlich dabei ist, dass in den neuen Bundesländern weit weniger Flüchtlinge untergracht worden sind, als im Rest der Republik. Aber woher kommt die Angst vor dem vermeindlich fremden?

Die Gründe sind so einfach wie sie auch traurig sind für unser Land. Im Osten gibt es weniger Arbeit, mehr Hartz IV Empfänger und dadurch eine generell sehr große Unzufriedenheit mit der Politik und auch dem ganzen Land! Die Menschen haben einfach Angst davor, dass sie das wenige was sie jetzt noch haben, für Fremde noch weggeben müssen, bzw. bereitstellen müssen. Schlagzeilen wie die Kündigung einer Mieterin, welche in einer gemeindeeigenen Wohnung lebt und diese nun für Flüchtlinge räumen muss, helfen bei dieser sowieso schon angespannten Situation natürlich überhaupt nicht weiter!Ist es wirklich so ein verrückter Wunsch, dass man solche Entscheidungen nicht etwas intelligenter treffen könnte, jedem muss doch klar, dass wenn so etwas beschlossen wird, der Hass der Bevölkerung nicht lange auf sich warten lässt!

Ich habe es schon geschrieben und muss es wohl leider noch öfter schreiben! Fingerspitzengefühl ist das absolut wichtigste in dieser Situation! Leicht vermeidbare Fehler, wie der eben beschriebene, sollten halt einfach nicht gemacht werden. Dann ist auch zu hoffen, dass Bewegungen wie Pegida oder das Wiedererstarken der jetzt noch rechteren AfD im Keim erstickt werden können und das damit dann in Zukunft wieder erfreulichere Meldungen über Deutschland verbreitet werden können und keine Reisewarnungen!