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Freitag, 25. September 2015

Griechenland - Alles wieder auf Anfang?

Die Griechen haben mal wieder gewählt! Vergangenen Sonntag fanden erneut Parlamentswahlen statt und der Sieger ist wieder - Alexis Tsipras.

Europas trotziges Kind hat es wieder geschafft die Mehrheit seines Volkes wieder hinter sich zu bringen und hat damit eine erneute Legitimation seiner Politik bekommen. Allerdings muss dabei die Frage erlaubt sein, ob das griechische Volk überhaupt noch den vollen Durchblick über die zum Teil fragwürdigen Methoden ihres Ministerpräsidenten hat.

Viel wahrscheinlicher ist, dass das Volk einfach Angst hat. Angst vor noch mehr Kürzungen im System und vorallem Angst um ihre Renten, Gehälter und Sparguthaben, welche sich ja des öfteren in letzter Zeit in höchster Gefahr befunden haben.

Nun bleibt zu hoffen, dass sich Tsipras hinter seine verhandelten Reformen stellt und nicht wieder neue, taktische Manöver fährt, um noch mehr Geld für noch weniger Gegenleistung von der Europäischen Gemeinschaft zu erpressen. Es müssen endlich Taten folgen, damit nicht zuletzt das Volk erkennt, dass ihr Land auch auf längere Sicht eine Chance auf Eigenständigkeit und wirtschaftliche Souveränität hat.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Alexis Tsipras - Taktiker oder Provokateur?

Der heutige Auftritt vom griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras vor dem Europäischen Parlament war der bisherige Höhepunkt in einer Vielzahl von Provokationen und Unverschämtheiten!

Reformen? Ja! Die sollen wohl kommen! Bis Freitag hat Griechenland Zeit sein neues Paket vorzustellen und laut den Worten des Premiers ist die Reformliste auch schon fertig. Doch was sie beinhaltet, dass wurde natürlich nicht verraten!

Auch die Frage der Schuld stellt sich für Tsipras nicht, denn Schuld haben generell nur die anderen! Zum einen natürlich Europa, allen voran Deutschland, mit dem rigurosen Sparkurs und natürlich die Vorgängerregierungen Griechenlands. Eine eigene Schuld, z. B. an den letzten gescheiterten Verhandlungen sieht Herr Tsipras natürlich nicht.

Die Frage ist nun, war der Auftritt abermals eine erneute Provokation des gelernten Kommunisten oder soll dies eine neue Taktik darstellen um an neue Milliarden des ESM zu gelangen? Der Antrag hierzu wurde natürlich pünktlich eingereicht, wenn nur auch die Reformen so pünktlich präsentiert würden.

Aber schluss mit der Polemik, Europa braucht Mut bei den nächsten, schwerwiegenden Entscheidungen! Egal wie diese Sache enden wird, der leidtragende ist und bleibt die Bevölkerung in Griechenland die, so wie es oft scheint, mit offenen Armen in ihr Unglück rennt weil sie immer wieder den "falschen Leuten" ihr Vertrauen schenkt. Aber einen Vorwurf kann man den Leuten da nicht machen, wenn man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat!

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Dienstag, 7. Juli 2015

"Grexit" - Chance oder Niedergang für Europa?

Spannende Tage liegen hinter uns und noch viel spannendere Tage liegen vor uns. Steht uns nun endlich der "Grexit" bevor?

Experten gibt es dieser Tage viel. Die einen prophezeihen den Anfang von Ende der Euro-Zone voraus, andere sehen das ganze Projekt "EU" als gescheitert an und wieder andere sehen in einem Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone die Lösung aller Probleme. Eines haben diese drei Szenarien gemeinsam! Keine von ihnen wird zutreffen.

Eigentlich gibt es nur zwei mögliche und auch logische Lösungen in dieser ganzen, hausgemachten Misere. 

Lösung 1: Griechenland verbleibt im Euro

Die wohl wahrscheinlichste Lösung ist, das Griechenland wieder einmal gerettet wird. Es werden wieder neue Hilfspakete aus dem Hut gezaubert, neue Milliarden fließen in die vertrockneten Strukturen eines ganz und gar maroden Systems und werden dazu benutzt, Schulden beim IWF und der EZB zu begleichen. Hilft das dem Land? Sicher nicht! Aber es erhält den Anschein das kein Land in Europa, möge es auch noch so sinnlos sein, im Stich gelassen wird. 

Lösung 2: Die "Neue Drachme" kommt.

Die Eurogruppe lässt Griechenland fallen, das Land geht endgültig Pleite und stellt Schuldscheine an seine Angestellten und Rentner aus, welche dann in die neue Staatswährung, wie auch immer sie dann heißen mag, umgewandelt werden. Dies wäre sicherlich ein Bürokratisches Monster, denn gerade im chaotischen griechischen Staatsapperat, würde dieser Akt widerum Milliarden verschlingen, welche wieder an anderen Stellen fehlen würden.

Eines sollte jedoch jedem klar sein und nicht erst seit dem Bericht des IWF. Ohne einen Schuldenschnitt oder gar einem kompletten Erlass der Schulden, kommt Griechenland in absehbarer Zeit nicht mehr auf die Beine. 

Das absurde, vor allem an Lösung 1 ist ja, dass Griechanland immer um Kredite betteln muss, um andere Kredite bedienen zu können. Das wäre so, als ob man eine neue Kreditkarte beantragt um die Schulden der alten Kreditkarte bezahlen zu können und wo eine solche Logik hinführt, sollte spätestens seit Lehmann Brothers jedem bekannt sein.

Die Beste Lösung wird also sein, einzusehen, dass es eine "beste Lösung" einfach nicht gibt! Ich persönlich muss dabei immer an einen sehr abgedroschenen Spruch denken, der aber passender kaum sein könnte. "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!"